Tipps, wie Hochsensible einen gesunden Selbstwert entwickeln können


In meiner täglichen Praxis beobachte ich, dass vor allem stark empathische Menschen und Hochsensible ein großes Thema mit ihrem Selbstwert haben.
Woher kommt das? Und was ist hier der Schlüssel um einen gesunden Selbstwert zu entwickeln? Denn wie sich das persönliche Leben entwickelt, hängt stark mit dem eigenen Selbstbild zusammen. Im folgenden Artikel möchte ich dir einfache und sehr effektive Techniken an die Hand geben, die dir dabei helfen, einen gesunden und vor allem stabilen Selbstwert aufzubauen.
Ganz ehrlich: Es ist fast egal, woher ein Mangel an Selbstwert kommt. Sei es aus dem Schul- und Bildungssystem, dem Mangel an Liebe aus dem Elternhaus oder aufgrund vergangener Inkarnationen. Meistens weiß jeder Mensch sowieso, woher die tiefe Selbstwertwunde kommt.
Viel wichtiger ist es zu wissen, wie man aus dieser Schwingung des Mangels an Selbstwert Stück für Stück herauskommt.
Schritt 1: Dein Selbstwert sollte in erster Linie aus dir SELBST kommen
Wir sind so aufgewachsen, dass wir ständig nach Bestätigung für unser Sein im Außen suchen. Das beginnt natürlich mit dem Notensystem in der Schule und setzt sich dann im Erwachsenenalter fort. Die Bestätigung von einem Arbeitgeber, einem Partner, den eigenen Kindern oder Freunden, dass man „gut genug“ ist. Hier und da eine gesunde Form von Anerkennung zu erhalten schadet natürlich nicht und tut auch gut. Wenn wir allerdings zu sehr abhängig davon werden, wie andere uns sehen oder was sie von uns halten, ist ein authentisches Leben nicht möglich. Denn nur ein authentisches Leben kann dir die richtigen Menschen, Möglichkeiten und Durchbrüche ermöglichen. Die Gesellschaft ist so kopfgesteuert und über die Maßen rational geworden, dass das Licht der Seele vollkommen gedimmt wird. Dadurch entsteht eine innere Leere und die Suche beginnt im Außen.
Teilweise äußert sich das auch mit einem übertriebenen Perfektionismus, der in dir einen starken Leistungsdruck erzeugt, bis du das Gefühl bekommst, keine Luft mehr zu bekommen. Akzeptiere bitte, dass wir in einer Dualität leben, wo es unmöglich ist, perfekt zu sein. Gestehe dir zu, Fehler machen zu dürfen und nicht immer alles perfekt machen zu können. Schon gar nicht in dieser schnelllebigen Welt, wo sowieso schon zu viel von uns Menschen abverlangt wird.
Wenn du versuchst, jemand zu sein, der du nicht bist, wird sich das Leben hier und da als „schwierig“ gestalten.
Übung:
Nehme dir 10 bis 15 Minuten Zeit für dich in Ruhe. Mache es dir gemütlich. Reflektiere, wem oder was im Außen hast du zu viel Macht über dein Wohlergehen gegeben. Es kann ein Mensch sein, ein Partner, Auftraggeber, eine Behörde oder Institution oder sogar Menschen aus der Vergangenheit, die dich mental bis heute „verfolgen“.
Gehe jetzt mit deiner Aufmerksamkeit in deine Wirbelsäule. Stelle dir vor, dass von oben reinigendes, kosmisches Licht durch dich durchfließt, aber auch zeitgleich von unten nach oben. Beobachte, wie sich diese Person zeigt und wo. Dann sprechen leise den folgenden Satz:
„Ich nehme alle meine Macht und Energie, die ich bewusst oder unbewusst an (Name/Institution) abgegeben habe, jetzt wieder vollständig gereinigt und geheilt zurück in meine Mitte im Hier und Jetzt.“
Lasse das einige Minuten wirken. Spreche diesen Satz bei Bedarf drei Mal und lasse kleine Wirkpausen dazwischen. Es kann sein, dass du diese Übung nach einer gewissen Zeit wiederholen darfst, da wir erfahrungsgemäß einige Schichten brauchen, bis sich die gesamte Energie neu sortiert und integriert hat.
Schritt 2: Du bist die Quelle und du bist einzigartig
Es spielt keine Rolle, was sich aktuell in deinem Leben abspielt. Es ist nur eine Reflektion der Vergangenheit. Alles kann sich jederzeit verbessern, wenn wir neue Signale und Informationen (Schwingungen, Gedanken, Gefühle) aussenden. Da die grobstoffliche Materie mit etwas Zeitverzögerung reagiert, gilt es eine gesunde Portion Geduld mit dir und dem Leben aufzubringen. Doch wisse, sobald du beginnst, neue Denk- und Gefühlsmuster auszusenden, wird sich das in deinem Leben auf die ein- oder andere Weise spiegeln! Immer.
Egal, was in deinem Leben geschehen ist, es spielt keine Rolle und sollte keine Macht über dich im Hier und Jetzt oder in deiner Zukunft haben. Ja, das Leben ist eine (Charakter-)Schule. Nicht immer einfach, weil wir unter anderem hier sind, um Resilienz, Urvertrauen und starke (seelische) Wurzeln zu entwickeln.
Die Wahrheit ist, der Schöpfer hat dich richtig gemacht. Die Grundenergie deiner Seele ist einzigartig im gesamten Kosmos. Du bist von Natur aus als Kanal für die göttliche Energie gedacht. Das bedeutet, du bist in erster Linie die Quelle für alles was du brauchst. Eine Stufe weiter oben ist die göttliche Instanz, die dich erschaffen hat, die Quelle für alles, was du brauchst. Diese Intelligenz kann alles und jeden nutzen, um dir zu helfen, so wie sie auch dich nutzten kann, um anderen zu helfen. Mache dir diese Aussagen bewusst und verinnerliche sie nach Möglichkeit bis in dein Unterbewusstsein.
Übung:
Nehme dir soviel Zeit wie du brauchst oder gerade zur Verfügung hast. Gehe wieder in die senkrechte Haltung, richte deine Aufmerksamkeit in deine Wirbelsäule und lege eine Hand auf dein Herz, die andere auf deinen Bauch. Denke oder flüstere die folgenden Worte indem du quasi in deine Mitte sprichst:
„Ich bin. Ich bin die Quelle. Ich bin bereits ganz und vollkommen. Meine Energie ist die Quelle für alles Gute. Meine Erfahrungen sind die Quelle. Mein Wissen und Können sind die Quelle. Ich bin die Quelle. Gott ist meine Quelle für alles was ich brauche. Ich bin. Ich lebe. Ich liebe. Ich habe. Ich gebe. Ich kann. Ich darf. Ich erlaube. Ich vertraue. Ich weiß. Ich sehe. Ich finde. Ich erkenne. Ich fühle. Ich liebe. Ich bin und lebe liebevoll verbunden.“
Mache diese Übung regelmäßig, integriere sie in deinen Alltag, sodass sich diese Schwingung bis in dein Zellgedächtnis verankert. Formuliere die Worte und Sätze um, oder erweitere sie. Lasse weg, was du nicht magst. Ergänze mit allem, was du möchtest.
Denke öfter daran, was du zu geben hast (ohne Selbstaufopferung), und nicht, was du „brauchst“. Es steht schon in der Bibel: „Denn wer da hat, dem wird gegeben.“ Wenn du dich und den Schöpfer als Quelle erkennst, wirst du immer alles haben, was du brauchst. Die richtigen Menschen, Möglichkeiten und Ressourcen.
Mache keine faulen Kompromisse! Wenn du dir etwas oder jemanden schönreden musst, ist es nicht das Deine.
Lerne, gesunde Grenzen zu setzen. Wenn du nichts verbrochen hast, gibt es keinen Grund dich zu rechtfertigen.
Schritt 3:
Trigger sind anonyme Signale von Gott, um dich aufzuwecken!
Stelle dir vor, alle Menschen, die in deinem Leben sind, spiegeln dir etwas, das dir (noch) nicht bewusst ist. Jeder Mensch ist aus einem bestimmten Grund in deinem Leben. Die Menschen, die du magst und liebst, aber auch die Menschen, die dich zur Weißglut bringen können. Sie sind quasi Spiegel auf zwei Beinen, die dir etwas reflektieren. Wenn dich ein Mensch triggert oder bewusst oder sogar unbewusst verletzt, ist es ein Aufruf deiner Seele bzw. ein Weckruf von der göttlichen Instanz deine Einstellung zum Leben und vor allem zu dir selbst zu überdenken und zu korrigieren!
Neid, Groll, Missgunst erzeugen Chaos im Leben und ziehen niemals etwas Gutes an – im Gegenteil.
Vergebe dir selbst und anderen.
Vergebe dir in erster Linie selbst alle Fehltritte der Vergangenheit. Du wusstest es damals nicht besser. Das, was du heute weißt und erkannt hast, wusstest du damals nicht. Vergebe dir und blicke nach vorne.
Vergebe anderen Menschen. Wenn dich jemand verletzt hat, frage dich, wie es dem Menschen wohl seelisch/psychisch ergangen sein muss, um so zu handeln. Menschen, die andere verletzten, sind oftmals sehr verloren und verzweifelt. Allein diese Erkenntnis kann schon einen Befreiungsprozess in dir freisetzen.
Alles Liebe für deinen gesunden (Ent-)wicklungsweg
Violetta Hoffmann 💜
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